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Fischsterben in der Elbe
26.07.2022

Fischsterben in der Elbe

Liebe Anglerinnen und Angler, liebe Mitglieder,

euch wird nicht entgangen sein, dass das Fischsterben in der Hamburger Elbe extrem zugenommen hat. Aus Anlass dieser aktuellen Situation fordern wir als Anglerverband Hamburg e.V. den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe. Für jeden ersichtlich nimmt die Verschlickung wie z.B. im Holzhafen oder in der Hafen City ständig zu, ohne dass etwas dagegen getan wird. Diese Flachwasserzonen sind aber für ein gesundes Gewässer unerlässlich. Kommen dann die Auswirkungen des Klimawandels hinzu, ist ein Fluss wie die Elbe mit seiner besonderen Situation des Ausbaggerns und der starken Tide besonders gefährdet.

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In den letzten Tagen haben wir vermehrt von vielen Seiten das Fischsterben beobachten müssen. Grund hierfür ist der Mangel an Sauerstoff. Besonders niedrige Sauerstoffwerte wurden in der Elbe an der Bunthausspitze gemessen. Ein Fisch stirbt bei weniger als 4 mg/l Sauerstoffgehalt. Die neuesten Werte lagen bei 1,2 mg/l (29.6.22 – 19:50Uhr, Institut für Hygiene und Umwelt, Hamburg). Grund hierfür ist nicht allein die steigende Temperatur, denn in weiteren Gewässern wie der z.B. der Bille herrscht kein Sauerstoffmangel, sondern die fehlenden Flachwasserzonen. Dieser Mangel an Sauerstoff bereitet dauerhaftes Tierleid, wie z.B. das jetzige Fischsterben, aber auch negative Beeinträchtigung der Gesamten Elb-Flora und Fauna. Wird gegen diese verheerenden Umstände nicht gehandelt, indem zum Beispiel die Elbvertiefung eingeschränkt wird, Flachwasserzonen aufgebaut werden oder Sauerstoff eingebracht wird, sind die Elbe und ihr gesamtes Biotop nicht mehr zu retten. Dieser Zustand würde auch dem gesamten Angel-Tourismus erheblich schaden, denn wenn die Gewässer sterben, stirbt auch Hamburg als Reise- und Angelziel. Das bedeutet hohe wirtschaftliche Einbußen der Angelläden, der Einnahmen durch Fischereiabgaben, Bootsangelkarten, Gastkarten, Lehrgänge und Prüfungen für den Fischereischein, der Guides sowie Hotel und Gastronomie. Das schlimmste aber wäre der Verlust des wichtigsten Gewässers der Angelhauptstadt Hamburg. Aus diesem Grund fordern wir zeitnah vorbeugende Maßnahmen zur Wiederherstellung und Erhaltung der Flachwasserzonen, nicht nur im Interesse der Angler oder der Wirtschaft, sondern im Interesse der Umwelt und aller Hamburger und Hamburger Touristen.

Das Team vom Anglerverband Hamburg

» Offener Brief an den Senat und die Betriebsämter der Freien und Hansestadt Hamburg (PDF)

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