Ende Februar hat der Anglerverband Hamburg 130 Kilogramm Glasaale in Hamburger Gewässer besetzt. Insgesamt kamen 20 kg in die Alster und 110 kg in die Elbe, wobei verschiedene Stationen angefahren wurden. Die Alster wurde am Kuhmühlenteich und entlang des Leinpfad besetzt. Die Elbe ist bei Neuengamme, Entenwerder und in der Süderelbe in Harburg um viele kleine Aale reicher geworden.
Bei einem mittleren Gewicht von 0,3 Gramm je Glasaal ergibt sich eine Gesamtanzahl von über 430.000 Jungaalen, die nun in der Alster und Elbe heranwachsen dürfen. Das ist eine Steigerung von 15 kg beziehungsweise 50.000 Glasaalen im Vergleich zum Vorjahr.
Der Besatz mit Glasaalen hat einige Vorteile im Vergleich zu vorgestreckten Farmaalen: Man bekommt „mehr Aal für sein Geld“, die Glasaale haben erwiesenermaßen eine höhere Wachstumsrate und können sich schneller und besser an die neuen Umgebungen anpassen.
Mit dieser Besatzaktion erfüllt Hamburg nicht nur seine Pflicht zum Schutz der Aalbestände gemäß EU-Aalmanagementplan. Der Anglerverband Hamburg reiht sich auch mit anderen Landesverbänden, Vereinen und weiteren unzähligen Freiwilligen ein, die diese mystisch umwobene Fischart für lange Zeit erhalten möchten.