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Mitmachen: Der Wolgazander

Mitmachen!!

Der Wolgazander in unseren Gewässern

WolgazanderEtwa zwei Jahre sind vergangen, seitdem wir auf unserer Website über den Wolgazander informiert haben. Damals schrieben wir noch, dass davon auszugehen wäre, dass er sich auch bis in die Elbe in Hamburg ausbreiten könnte. Inzwischen gibt es vereinzelte Nachweise für den engen Verwandten des bei uns heimischen Zanders auch in unseren Gewässern. Wie ihr den Wolgazander erkennt und vom Zander unterscheiden könnt, ist am Ende des Artikels noch einmal nachzulesen.

Über die aktuelle Verbreitung in unseren Gewässern und zu seiner Biologie außerhalb seines natürlichen Ausbreitungsgebietes ist noch nicht allzu viel bekannt. Unsere Kolleg*innen vom „Anglerverband Niedersachsen e.V.“ (AVN) versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen, und wir vom „Anglerverband Hamburg e.V.“ wollen sie dabei unterstützen.

APP AlienSpotterDafür benötigen wir die Mithilfe von vielen Angler*innen: über die AVN-App „Alien-Spotter“ (für iOS: https://apps.apple.com/de/app/alienspotter/id1583796074 / für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.fangkarte.alienspotter&hl=de&gl=DE&pli=1 ) können Fangbilder von nichteinheimischen Arten hochgeladen sowie Beobachtungen geteilt werden. Außerdem wird um das Einfrieren von gefangenen Wolgazandern mit Informationen zum Fang gebeten. Eingefrorene und auch frisch gefangene, waidgerecht getötete Exemplare könnt ihr nun bei uns im „Hamburger Anglerzentrum“ (HAZ) zu den Geschäftszeiten (Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 18 Uhr) abgeben, sie werden dann vom AVN bei uns abgeholt. Als Dank winkt ein gratis Gummifisch-Paket von Flexi-Fix®.

Und so geht’s:

  • Wolgazander waidgerecht töten

  • Foto machen und in der „Alien-Spotter“-App hochladen, alternativ per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über Instagram mit Verlinkung an den AVN (@anglerverbandniedersachen), am besten natürlich mit Fangdatum und -ort.

  • Wolgazander bei uns im HAZ zu den Geschäftszeiten vorbeibringen (wenn ihr außerhalb unserer Geschäftszeiten ein Exemplar fangt, dann friert ihn am besten ein, schreibt euch Fangdatum und -ort auf und bringt ihn uns bei der nächsten Gelegenheit)

  • Gratis Gummifisch-Paket geschenkt bekommen.

Es spricht aber auch nichts dagegen, den Fisch zu filetieren und die Filets zu verspeisen. Der Wolgazander steht dem Zander als leckerer Speisefisch in nichts nach! Wenn ihr den Fisch also filetieren möchtet, benötigen wir Angaben zur Länge (gemessen von der Schnauzenspitze bis zum Schwanzende, millimetergenau) und Gewicht (in g, ebenfalls möglichst genau). Den Kopf mit Innereien und der Wirbelsäule friert ihr dann in einer Tüte ein.

Mehr Informationen zu der Aktion findet ihr auf der Seite des AVN. Schon im Voraus tausend Dank für eure Unterstützung!

Der Wolgazander, welcher ursprünglich im Einzugsgebiet von Wolga, Ural und Donau heimisch ist, unterscheidet sich von den heimischen Zandern nicht nur in seiner Größe, sondern auch durch das Fehlen sog. Fang- oder Hundszähne im vorderen Kieferbereich, sowie durch deutlich stärker ausgeprägte Seitenstreifen. In der nachstehenden Tabelle sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen dem Wolgazander und unserem heimischen Zander aufgeführt. So könnt ihr einen Wolgazander sicher bestimmen, wenn er euch an den Haken geht.

Wie ist der Wolgazander von unserem heimischen Zander zu unterscheiden?

 Zander Wolgazander

Eigenschaft/
Körperteil
Zander
Sander lucioperca
Wolgazander
Sander volgensis
Körperlänge: bis 100 cm bis 60 cm
Maulspalte: bis hinter die Augen geschlitzt reicht nur bis zur Augenmitte
Zähne: Fang-/Hundszähne vorhanden Fang-/Hundszähne fehlen
Seitenlinie: 75-100 Schuppen 72-75 Schuppen
Kiemendeckel: ohne Schuppen mit Schuppen
Körper: 8-12 dunkle Streifen, die sich
unterhalb der Seitenlinie in Flecken auflösen
5-7 deutliche dunkle Streifen,
bis zum Bauchansatz
1. Rückenflosse: niedriger als beim Wolgazander höher als beim Zander
Schutzstatus: Schonzeit: 01.02.-31.05,
Entnahmefenster: 45-75cm 
keine Schonzeit,
kein Schonmaß

 

Für alle, die noch mehr zum Wolgazander wissen möchten, haben wir das Wichtigste zu der Art in einem Steckbrief zusammengefasst.

Steckbrief: Der Wolgazander

  • Merkmale:
    Bis 60 cm Länge, ausgeprägte dunkle Streifen an den Körperseiten, vergrößerte Fangzähne fehlen, vorderer Kiemendeckel mit Schuppen bedeckt, Maulspalte kann bis zur Augenmitte reichen, Spitzen der Schwanzflosse weiß gefärbt.
  • Laichzeit:
    Ende April–Juni, nie unter 12–14 °C, keine Nestbewachung, mehrmaliges Laichen möglich, Geschlechtsreife zwischen dem 3. & 4. Lebensjahr bei 20–30 cm.
  • Lebensraum und Lebensweise:
    In großen stehenden Gewässern vorwiegend im Freiwasser, in Kanälen und kleinen Flüssen auch in Ufernähe anzutreffen. Hält sich fast ausschließlich in direkter Grundnähe auf. Alleine und in Gruppen anzutreffen. Im natürlichen Verbreitungsgebiet (Einzugsgebiete der Donau, Wolga und Ural) immer in Koexistenz mit dem bei uns heimischen Zander (Sander lucioperca). Größtenteils aktiv in den Dämmerungsphasen.
  • Ernährung:
    Im juvenilen Stadium hauptsächlich Zooplankton, mit zunehmender Größe (ab ca. 4 cm) vermehrt Wirbellose (Makrozoobenthos). Geschlechtsreife Fische fressen Fisch, bis zu einer Länge von 25 cm aber weiterhin auch Wirbellose. Es werden so gut wie keine oberflächennahen Futterfische (bspw. Ukelei oder Rotfeder) gefressen. Frisst im Vergleich zum heimischen Zander kleinere Futterpartikel.

Laenge Wolgazander

Schutzmaßnahmen:
Jeder gefangene Wolgazander ist unbedingt zu entnehmen! Keinesfalls darf der Wolgazander in ein anderes Gewässer verbracht werden!

Fotos: M. Emmerich, Anglerverband Niedersachsen

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