Vorsicht beim Köderkauf: Darum sollten nur heimische Arten als Köder genutzt werden
09. Oktober 2026
In Angelgeschäften an der Ostseeküste sind lebende Seeringelwürmer asiatischer Herkunft (Perinereis aibuhitensis) als Köder aufgetaucht. Woher stammen die Würmer und welche Risiken können sie für heimische Arten mit sich bringen?
Das Wichtigste im Überblick:
- Ursprünglich aus dem Nordwestpazifik und dem Indischen Ozean
- In Deutschland bislang nicht nachgewiesen
- Kann möglicherweise heimische Arten verdrängen und Nahrungsnetze verändern
- Kann potenziell gefährliche Krankheitserreger einschleppen
- Der Handel ist nicht grundsätzlich verboten – das Ausbringen in die freie Natur unterliegt jedoch gesetzlichen Regelungen
Was können Angler*innen tun?
- Heimische Köder bevorzugen und auf die Herkunft achten
- Köderreste, Verpackungen und Hälterwasser niemals in Gewässer oder am Ufer entsorgen
- Ungewöhnliche Würmer fotografieren und den zuständigen Behörden melden
Der Grundsatz: Vorsorge statt Nachsorge! Eingeschleppte Arten lassen sich nach ihrer Ausbreitung oft kaum wieder entfernen.
Weitere Infos & Bilder zum Thema auf der Website des DAFV: https://dafv.de/themen/angeln-und-fischen/meeresangeln/asiatische-seeringelwuermer-vorsicht-beim-koederkauf
