Kutterangeln 2026 – das zweite Hamburger Jugend-Schollenangeln
Am frühen Morgen des 31.05.2026 ging es los: fast genau 12 Stunden nachdem wir das Angelfest 2026 beendet und die Überbleibsel weggeräumt haben, stand ich wieder auf dem Parkplatz in Entenwerder, um einen Mitfahrer aufzunehmen.
Nächster Stopp: …Rothenburgsort, Frieder musste ja auch irgendwie nach Fehmarn gebracht werden.
Bei rotglänzendem Himmel fuhren wir los. Immer weiter gen Norden und wir schwadronierten im Auto, welche Überraschungen das weite Ostmeer für uns dieses Mal bereithalten wird. „Ich will ‘ne Dublette fangen“ klang es selbstbewusst von der Rückbank meines Autos, während mein Stellvertreter und ich optimistisch auf die Straße guckend unserem Mitfahrer zusprachen.
Je näher wir Fehmarn kamen, desto finsterer wirkte der Himmel und wir ahnten schon, dass es mit dem Karibikfeeling vom letzten Jahr nichts zu tun haben wird.
Um 06:30 in der Früh waren dann nicht nur wir, sondern auch der große Rest der Mitfahrer am Parkplatz in Burgstaaken. Gemeinsam schritten wir frohen Mutes an Bord der MS Karoline und dann ging es auch schon los. Die Strapazen des frühen Aufstehens und der langen Fahrerei wurden mit den ersten Ostsee-Brisen weggeweht und wir waren schnell am ersten Spot: direkt unter der Fehmarnsund - Brücke.
Wir angelten, bis die Wattwürmer glühten und es wurden neben Einheitsschollen von 30 cm auch echte „Badvorleger“ aus dem Wasser gehievt. Auch einige Dubletten konnten an Bord gezogen werden. Uns fiel außerdem auf, dass das Schiffsradio mittels Lautsprecher auch auf dem Deck zu hören war und wir bemerkten „je fetter der Bass, desto fetter der Fisch“!
Viele Spot-Wechsel gab es diesmal nicht, sodass wir eigentlich immer über der gleichen Stelle schwebten und somit die Netto-Angelzeit höher lag als noch im letzten Jahr. Der Himmel wurde, nachdem er sich verdunkelt hatte, nun grau – das kennt man als Hamburger nur zu gut; wir hatten quasi Heimspiel!
Nach guten fünf Stunden des Dauerangelns blies das Signal zum endgültigen Einkurbeln der Montagen und wir verbrachten die Zeit, bis wir im Hafen einliefen damit, die Fische vorzubereiten und die Möwen zu füttern.
Wieder festen Boden unter den Füßen, wurden die Angelsachen in die Kofferräume verstaut, ein müder Handschlag ausgetauscht und mit einem Lächeln im Gesicht sagten wir uns „Bis zum nächsten Mal“!
©TExt und Fotos: Eugen Zeller, Frieder Wittmann










