Bille-Monitoring 2026
Seit Anfang April sind, wie in den Jahren zuvor, wieder Studierende der Biologie in unserem Auftrag auf der Unteren Bille unterwegs, um mittels Befischung mit Großreusen laichreife Blankaale zu fangen und in die Elbe umzusetzen. Diese Maßnahme soll zumindest für Teile des Bestandes eine Abwanderung der Aale in ihr Laichgebiet ermöglichen. Diese Maßnahme ist Teil des Aalmanagementplanes, neben dem jährlichen Besatz mit Glas- oder Farmaalen, Fangregulierungen und der angestrebten Schaffung einer durchgängigen Passierbarkeit der Fließgewässer. Die Bille ist zwar über drei Schleusen an die Elbe angebunden, jedoch besteht keine ständige ökologische Durchgängigkeit für die Wanderung von aquatischen Lebewesen. Solange dieser Zustand anhält, hilft unser Projekt, eine teilweise Abwanderung zu ermöglichen.
Zusätzlich werden alle Fänge dokumentiert und die abiotischen Faktoren Sauerstoffgehalt und pH-Wert erfasst, um einen Überblick (fangmethodisch begrenzt) der Bestandssituation in der Unteren Bille aufzubauen und die Sauerstoffsituation mehrmals pro Woche an unterschiedlichen Messtellen zu erfassen und Veränderungen schnell zu registrieren.
Neben dem Fischfang mit Grundreusen, werden zusätzlich Krebsreusen ausgebracht, um invasive Krebsarten zu dokumentieren und in machbarem Umfang zu entnehmen.
Wir freuen uns, über drei engagierte Studierende, die diese Aufgaben für uns diese Saison übernehmen und hoffen, möglichst vielen Blankaalen die Abwanderung in die Sargassosee zu ermöglichen.




